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264. Kundmachung des Studienplanes für das Diplomstudium Darstellende Kunst mit den Studienzweigen Schauspiel und Regie.
264. Kundmachung des Studienplanes für das Diplomstudium Darstellende Kunst mit den Studienzweigen Schauspiel und Regie
Die Studienkommission Darstellende Kunst hat in ihrer Sitzung vom 24.1.2003 den Studienplan für das Diplomstudium Darstellende Kunst mit den Studienzweigen Schauspiel und Regie beschlossen.
Dieser wurde gemäß § 15 Abs. 3 Universitäts-Studiengesetz (UniStG), BGBl. I Nr. 48/1997 i.d.g.F., mit Schreiben des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur vom 23. Juni 2003, GZ: 52.352/31-VII/6/2003, nicht untersagt.
Die Verordnung lautet wie folgt: siehe Anhang
Der Rektor: W. Hasitschka
Eigentümer, Herausgeber, Verleger und Druck:
Universität für Musik und darstellende Kunst Wien; Redaktion: Dr. Elisabeth Freismuth
Alle: 1030 Wien, Anton-von-Webern-Platz 1, Tel.: 711 55/DW 6101
STUDIENPLAN
Diplomstudium Darstellende Kunst
mit den Studienzweigen
Schauspiel
Regie
an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Beschluss der Studienkommission Darstellende Kunst vom 24. Jänner 2003, nicht untersagt mit Schreiben des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur vom 23. Juni 2003 (GZ. 52.352/31-VII/6/2003)
Auf Grund des § 15 sowie der Bestimmungen der Anlage 1 Z 2a.5 des Universitäts-Studiengesetzes, (UniStG) BGBl I Nr. 48/1997 i. d. g. F., wird verordnet:
Inhaltsverzeichnis
I. Qualifikationsprofil 3
II. Allgemeine Angaben zum Studium 4
III. Fächer Grundstudium Darstellende Kunst - Studienabschnitt 1 4
IV. Fächer Studienzweig Schauspiel - Studienabschnitt 2 5
V. Fächer Studienzweig Regie - Studienabschnitt 2 6
VI. Lehrveranstaltungen mit erforderlichen Vorkenntnissen 6
VII. Zulassungsprüfung 8
VIII. Diplomprüfungen 8
IX. ECTS-Punkte 9
X. Abkürzungsverzeichnis 12
I. Qualifikationsprofil
Das Schauspiel- und Regiestudium im Rahmen der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien erfordert eine von hohem Anspruch geprägte künstlerische, handwerkliche und intellektuelle Ausbildung. Das entspricht den Bedingungen des gegenwärtigen deutschsprachigen Theaters in doppelter Hinsicht. Einerseits müssen die Absolventen1 in der Lage sein, aufgrund ihrer Qualifikation, den großen Anforderungen des Berufstheaters gewachsen zu sein. Andererseits soll gerade ihre erworbene Qualifikation sie dazu befähigen, dieses nicht nur weiterzuentwickeln, sondern auch in seinen krisenhaften Erscheinungen zu konterkarieren. Diese doppelte Anforderung, die aber in Wahrheit eine untrennbare Einheit bildet, hat gerade in den letzten Jahren besondere Bedeutung erlangt. Mehr denn je ist eine Befähigung notwendig, die den wechselnden Moden und Sensationen eine über ästhetische Konjunkturen hinausweisende fundierte praktische und geistige Haltung entgegensetzen kann. Die Ausbildung am Max Reinhardt Seminar basiert diesen Erfordernissen entsprechend auf einer umfassenden Erarbeitung sprachlicher, theoretischer, körperlicher und musikalischer Fähigkeiten, die sich in der zentralen Arbeit an Rolle und Stück realisieren. Dabei wird über das Erlernen von Fertigkeiten hinausgehend, das Vermögen vermittelt, diese schöpferisch und mit kritischem Bewusstsein einzusetzen. Die praktische und theoretische Kenntnis wesentlicher Theaterpositionen und –methoden ist hierfür eine wichtige Grundlage. Allerdings geht es nicht darum, diese museal zu pflegen oder in autoritärer Scholastik bloß beizubringen, sondern sie in ihren wesentlichen Gehalten für die gegenwärtige Arbeit nutzbar zu machen. Nur als integrales Moment ist der Bezug auf Methoden sinnvoll, niemals als ein von den konkreten Erfordernissen des Dramas und der Schauspieler isolierter Kursus. Bei selbstverständlicher handwerklicher Kompetenz wird der Förderung der individuellen Fähigkeiten und Möglichkeiten des einzelnen Studierenden besonderes Gewicht beizumessen sein. Das Schauspiel- und Regiestudium am Max Reinhardt Seminar ist praktisch orientiert. Der hohe Stellenwert, den die theoretischen bzw. wissenschaftlichen Fächer im Rahmen des Studiums einnehmen, steht dazu nicht im Widerspruch. Die Kenntnis der Geschichte des Theaters und der Literatur, die Auseinandersetzung mit historischen, ästhetischen und politischen Fragen, die Fähigkeit der kritischen Lektüre von Texten, vor allem aber das Vermögen zur ständigen Reflexion der eigenen Tätigkeit ist wesentlicher Teil der Kultur dieser Institution. Erst durch die Verbindung der praktischen Ausbildung mit den theoretischen bzw. wissenschaftlichen Fächern entsteht die Qualität eines Studiums an einer Kunstuniversität. Diese Art der Verbindung von Praxis und Theorie soll eine Persönlichkeit der Studierenden befördern, die im Theaterbetrieb sich mit Selbstbewusstsein und Intellektualität zu behaupten weiß. Ein Spezifikum der Ausbildung am Max Reinhardt Seminar ist die sich auf zahlreiche Bereiche erstreckende gemeinsame Ausbildung von Schauspiel- und Regiestudenten. Solch enge Bezogenheit der beiden Studienzweige aufeinander entspricht der Vorbereitung auf die realen Theaterverhältnisse. Seit der Gründung des Seminars ist dieser Zusammenhang der beiden Berufe – über alle Änderungen der Studienpläne hindurch – ein Grundsatz des Studiums gewesen. So sehr die Entwicklung des Theaters die Lehre prägen und verändern kann, dieses Moment der Gemeinsamkeit zwischen Schauspiel- und Regieausbildung bleibt Substanz aller Theaterarbeit und damit auch Substanz des Studiums. Die Orientierung am Berufstheater erfordert eine Ausbildung, die frühzeitig die Erfahrung mit theaterpraktischen Voraussetzungen auf einem professionellen Niveau anbietet. Der Theaterbetrieb des Max Reinhardt Seminars soll dies als wesentlicher Teil des Studiums garantieren: Gastregisseure inszenieren Stücke mit Schauspielstudenten; Regiestudenten inszenieren ebenfalls mit Schauspielstudenten unter fachkundiger Betreuung. Für die Aufführungen des Seminars stehen Schlosstheater Schönbrunn, Neue- und Alte Studiobühne sowie die Arenabühne zur Verfügung. Auch wenn die künftige Berufspraxis von Schauspielern und Regisseuren sich zwar vorzugsweise nicht aber ausschließlich aufs Theater beziehen mag, ist doch das Festhalten an einer Theaterausbildung richtig. Denn diese vermittelt ein schauspielerisches oder inszenatorisches Können, das auch in anderen Medien einsetzbar ist. Die Realität der Berufsausübung zeigt, dass die fundierte und konzentrierte Ausbildung hierfür eine sehr gute Voraussetzung ist, sich in vielfältigen Bereichen dauerhaft und eigenständig zu behaupten. Daneben sind – gemäß der gegenwärtigen Arbeitsrealität – Lehrveranstaltungen in anderen Medien (Film, Fernsehen, Hörspiel usw.) vorgesehen. Darüber hinaus kann während des Studiums natürlich die Fähigkeit erworben werden, auch in weiteren Bereichen des Theaters oder des Kulturbetriebs qualifiziert zu arbeiten.
II. Allgemeine Angaben zum Studium
Die Studiendauer für den Studienzweig Schauspiel beträgt 8 Semester und 217 Semesterstunden.
Die Studiendauer für den Studienzweig Regie beträgt 8 Semester und 207 Semesterstunden.
Der erste Studienabschnitt (Grundstudium) umfasst 1 Semester, der zweite Studienabschnitt (Hauptstudium) 7 Semester. Nach dem gemeinsamen Grundstudium gliedert sich das Studium in die Studienzweige Schauspiel und Regie.
III. Fächer Grundstudium Darstellende Kunst
Studienabschnitt 1
| Zentrale künstlerische Fächer | LV | Semesteranzahl | Gesamtstunden |
| Grundlagen der Rollengestaltung* 2 | KN | 1 | 8 |
| Sprachgestaltung 1* | KN | 1 | 5 |
| Summe | 13 |
| Pflichtfächer | LV | Semesteranzahl | Gesamtstunden |
| Gesang-Stimmbildung 1* | KE | 1 | 1 |
| Körperliches Basistraining 1* | EU | 1 | 4 |
| Summe | 5 |
| Wahlfächer (mindestens 5 SSt sind zu wählen) | LV | Semesteranzahl | Gesamtstunden |
| Körperliche Aufbauarbeit | EU | 1 | 3 |
| Musikkunde | PS | 1 | 2 |
| Regietheorie 1 | PS | 1 | 2 |
| Regiepraktikum (Inszenieren) 1 | PR | 1 | 3 |
| mind. 5 |
Die mit * bezeichneten Fächer sind Teil der im Gesetz vorgesehenen Studieneingangsphase.
IV. Fächer Studienzweig Schauspiel
Studienabschnitt 2
| Semester | |||||||||
| Zentrale künstlerische Fächer | LV | 2. | 3. | 4. | 5. | 6. | 7. | 8. | Gesamt-stunden |
| Rollengestaltung
für Ensemblearbeit A |
EU | 8 | 8 | ||||||
| Rollengestaltung 1-6 bzw. Rollen-gestaltung für Ensemblearbeit B 1-6 | KE | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 2 | 22 | |
| Sprachgestaltung 2-8 | KN | 5 | 4 | 4 | 3 | 3 | 2 | 2 | 23 |
| Körperliche Gestaltung 1-4 | EU | 4 | 4 | 4 | 4 | 16 | |||
| Mitwirkung bei Produktionen
(Gastregie)3 |
PR | 3 | 8 | 9 | 9 | 9 | 9 | 47 | |
| Mitwirkung bei Regiepraktika | PR | 2 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 17 | |
| Musikalisches Rollenstudium (Block) | KE | 1 | 1 | ||||||
| Summe | 134 | ||||||||
| Semester | |||||||||
| Pflichtfächer | LV | 2. | 3. | 4. | 5. | 6. | 7. | 8. | Gesamt-stunden |
| Gesang-Stimmbildung 2-7 | KE | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 6 | |
| Körperliches Basistraining 2 | EU | 4 | 4 | ||||||
| Musikalische Gestaltung 1, 2 | KE | 1 | 1 | 2 | |||||
| Tanz 1-4 | EU | 2 | 2 | 2 | 2 | 8 | |||
| Theater- u. Literaturgeschichte 1-4 | VO | 2 | 2 | 2 | 2 | 8 | |||
| Kostümkunde | VO | 1 | 1 | ||||||
| Schminkkurs (Block) | UE | 1 | 1 | ||||||
| Hörspiel (Block) 1, 2 | KN | 1 | 1 | 2 | |||||
| Fernseh- und Filmarbeit (Block) | KN | 6 | 6 | ||||||
| Summe | 38 | ||||||||
Es sind insgesamt 22 Stunden Freie Wahlfächer zu belegen.
Der Besuch von Lehrveranstaltungen aus folgenden Bereichen wird empfohlen:
Theaterwissenschaft, Germanistik, Psychologie, Soziologie, Kunstsoziologie, Publizistik und Kommunikationswissenschaft, Philosophie, Musikwissenschaft, Kulturmanagement, Theater-organisation/Theaterrecht, Politikwissenschaft, Einführung in die wissenschaftliche Arbeit, Regie-theorie, Geschichte der Kunst/Bühnengestaltung, Dramaturgie, Gegenwartsgeschichte des Theaters, Exkursionen.
Am Institut werden folgende freie Wahlfächer angeboten:
| Katalog der angebotenen freien Wahlfächer | LV | Semesteranzahl | Semesterstunden | Gesamtstunden |
| Ästhetik4 1-4 | SE | 4 | 2 | 8 |
| Körperliche Aufbauarbeit 2 | EU | 1 | 3 | 3 |
| Bewegungstechnik 1-45 | EU | 4 | 2 | 8 |
V. Fächer Studienzweig Regie
Studienabschnitt 2
| Semester | |||||||||
| Zentrale künstlerische Fächer | LV | 2. | 3. | 4. | 5. | 6. | 7. | 8. | Gesamtstunden |
| Regiepraktikum A (Inszenieren) 2-8 | PR | 6 | 6 | 6 | 6 | 6 | 6 | 6 | 42 |
| Regiepraktikum B (Dramatischer Unterricht) 1-6 | KN | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 12 | |
| Regietheorie 2 | PS | 2 | 2 | ||||||
| Regietheorie 3-8 | KN | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 12 | |
| Dramaturgie 1, 2 | PS | 2+2 | 4 | ||||||
| Dramaturgie 3, 4 | SE | 2 | 2 | 4 | |||||
| Dramaturgie 5-8 | KE | 2 | 2 | 2 | 2 | 8 | |||
| Rollengestaltung für Ensemble-arbeit A | EU | 8 | 8 | ||||||
| Summe | 92 | ||||||||
| Semester | |||||||||
| Pflichtfächer | LV | 2. | 3. | 4. | 5. | 6. | 7. | 8. | Gesamtstunden |
| Sprachgestaltung 2-8 | KN | 5 | 3 | 3 | 2 | 2 | 1 | 1 | 17 |
| Gesang-Stimmbildung 2 | KE | 1 | 1 | ||||||
| Körperliches Basistraining 2 | EU | 4 | 4 | ||||||
| Ästhetik 2-4 6 | SE | 2 | 2 | 2 | 6 | ||||
| Gegenwartsgeschichte
des Theaters 1, 2 |
VO | 2 | 2 | 4 | |||||
| Theater- u. Literaturgeschichte 1-4 | VO | 2 | 2 | 2 | 2 | 8 | |||
| Geschichte der Kunst/Bühnengestaltung 1, 2 | VU | 2 | 2 | 4 | |||||
| Licht | VU | 2 | 2 | ||||||
| Bühne/Technik | VU | 2 | 2 | ||||||
| Körperliche Gestaltung 1, 2 | EU | 4 | 4 | 8 | |||||
| Szenische Gestaltung (Bühne) 1-4 | KE | 1 | 1 | 1 | 1 | 4 | |||
| Szenische Praxis
(Bühne, Kostüm) 1-4 |
PB | 2 | 2 | 2 | 2 | 8 | |||
| Hörspiel (Block) 1, 2 | KN | 1 | 1 | 2 | |||||
| Summe | 70 | ||||||||
Es sind insgesamt 22 Stunden freie Wahlfächer zu belegen.
Der Besuch von Lehrveranstaltungen aus folgenden Bereichen wird empfohlen:
Theaterwissenschaft, Germanistik, Psychologie, Soziologie, Kunstsoziologie, Publizistik und Kommunikationswissenschaft, Einführung in die wissenschaftliche Arbeit, Philosophie, Musik-wissenschaft, Kulturmanagement, Politikwissenschaft.
Am Institut werden folgende Freie Wahlfächer angeboten:
| Katalog der angebotenen freien Wahlfächer | LV | Semesteranzahl | Semesterstunden | Gesamtstunden |
| Musikalische Gestaltung 1-2 | KE | 2 | 1 | 2 |
| Ästhetik 5-6 1 | SE | 2 | 2 | 4 |
| Exkursion 1, 2 | EX | 2 | 2 | 4 |
| Theaterorganisation/-recht 1, 2 | VO | 2 | 1 | 2 |
| Film- und Fernseharbeit (Block) | KN | 1 | 6 | 6 |
VI. Lehrveranstaltungen mit erforderlichen Vorkenntnissen
Voraussetzung für die Anmeldung zu den Lehrveranstaltungen aus den zentralen künstlerischen Fächern ist ab dem zweiten Semester die positive Beurteilung der vorhergehenden Lehrveran-staltungen aus dem jeweiligen Fach.
VII. Zulassungsprüfung
Die Zulassungsprüfung Darstellende Kunst dient dem Nachweis der Begabung für das Studium. Die Beherrschung der deutschen Sprache ist Voraussetzung für die Aufnahme des Studiums. Die Zulassungsprüfung gliedert sich für die Kandidaten in mehrere Abschnitte, die jeweils verschiedene Aufgabenstellungen beinhalten:
a) Szenische Präsentation zweier Rollenausschnitte (von vier vorzubereitenden).
b) Szenische Präsentation der verbliebenen beiden Rollenausschnitte.
c) Absolvieren verschiedener szenischer, körperlicher, musikalischer und theoretischer Tests.
d) Inszenierungsgespräch (Dramenanalyse, szenische Lösung) über eines der beiden vorzubereitenden Stücke. Prüfung zu den theoretischen und historischen Kenntnissen der Kandidaten auf dem Gebiet des Theaters, der Literatur und Kultur.
e) Inszenierungsgespräch über das zweite Stück.
f) Absolvieren verschiedener Tests mit szenischen Aufgaben.
Für Bewerber, die bekannt geben, dass sie sich nach dem Grundstudium für den Studienzweig Schauspiel entscheiden, entfallen die Prüfungsteile, die unter d), e) und f) angeführt sind. Für Bewerber, die bekannt geben, dass sie sich nach dem Grundstudium für den Studienzweig Regie entscheiden, entfallen die Prüfungsteile, die unter a), b) und c) angeführt sind. Die Berechtigung, nach dem Grundstudium, entgegen der ursprünglichen Absicht, den Studienzweig Regie bzw. Schauspiel zu wählen, ist vorhanden. Vorbedingung dafür ist die nachträgliche erfolgreiche Ablegung der anderen Prüfungsteile.
In allen Abschnitten ist es möglich, mit den Bewerbern an weiteren Aufgaben zu arbeiten, die entweder vor Beginn oder während der Prüfung bekannt gegeben werden. Welche Unterlagen allenfalls als Grundlage der Inszenierungsgespräche vorzulegen sind (Konzeption), wird mit eventuellen Einreichterminen zeitgerecht bekanntgegeben.
Voraussetzung für den Prüfungsteil b) ist das positive Bestehen von a), für c) das positive Bestehen von b). Voraussetzung für den Prüfungsteil e) ist das positive Bestehen von d), für f) das positive Bestehen von e).
VIII. Diplomprüfungen
Die erste Diplomprüfung besteht aus der positiven Absolvierung aller im Studienplan vorgesehenen Lehrveranstaltungen des Ersten Studienabschnitts (Grundstudium). Die zweite Diplomprüfung besteht aus der positiven Absolvierung aller im Studienplan vorgesehenen Lehrveranstaltungen des gewählten Studienzweiges sowie einer kommissionellen Prüfung. Voraussetzung für die Anmeldung zur kommissionellen Prüfung ist die positive Absolvierung der Lehrveranstaltungsprüfungen des gewählten Studienzweiges.
Studienzweig Schauspiel
Die kommissionelle Prüfung besteht aus der Präsentation dreier Rollen in ihren wesentlichen Teilen, wovon wenigstens eine in einer öffentlichen Aufführung (= künstlerische Diplomarbeit) darzustellen ist. Die künstlerische Diplomarbeit hat neben einem künstlerischen Teil, der den Schwerpunkt bildet, auch einen schriftlichen Teil zu umfassen. Dieser hat den künstlerischen Teil zu erläutern. Die künstlerische Diplomarbeit wird mit 10 ECTS-Punkten bewertet.
Studienzweig Regie
Die kommissionelle Prüfung besteht aus der Präsentation der Diplominszenierung (künstlerische Diplomarbeit). Die künstlerische Diplomarbeit hat neben einem künstlerischen Teil, der den Schwerpunkt bildet, auch einen schriftlichen Teil zu umfassen. Dieser hat den künstlerischen Teil zu erläutern. Die künstlerische Diplomarbeit wird mit 10 ECTS-Punkten bewertet.
Zur Diplomprüfung zugelassen sind Inszenierungen, die am Max Reinhardt Seminar erarbeitet wurden oder Inszenierungen, die außerhalb der Universität zustandegekommen sind.
Beide Studienzweige werden mit dem akademischen Grad „Magister/Magistra artium“ abgeschlossen.
IX. ECTS-Punkte
Das Universitäts-Studiengesetz sieht im § 13 (4) die Verwendung von ECTS-Anrechnungspunkten in den Diplomstudienplänen vor (European Credit Transfer System - ECTS, 87/327/EWG). ECTS Punkte (credits) geben Auskunft über den Arbeitsaufwand, der mit dem Besuch der Lehrveranstaltung verbunden ist. Nach ECTS Regeln werden pro Semester des Regelstudiums 30 ECTS credits vergeben. In der folgenden Tabelle sind die ECTS-credits für das Grundstudium und die Studienzweige Schauspiel und Regie festgesetzt.
a) Schauspiel
| Semester | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 |
| Zentrale künstlerische Fächer | ||||||||
| Grundlagen der Rollengestaltung | 11 | |||||||
| Rollengestaltung für Ensemblearbeit A | 15 | |||||||
| Rollengestaltung 1-6 bzw. Rollengestaltung für Ensemblearbeit B 1-6 |
7 | 7 | 7 | 7 | 6 | 6 | ||
| Sprachgestaltung 1-8 | 10 | 10 | 7 | 7 | 6 | 5 | 4 | 4 |
| Körperliche Gestaltung 1-4 | 4 | 4 | 4 | 4 | ||||
| Mitwirkung bei Produktionen (Gastregie) | 4 | 4 | 5 | 5 | 5 | 5 | ||
| Mitwirkung bei Regiepraktika | 2 | 3 | 3 | 3 | 4 | 5 | ||
| Künstlerische Diplomarbeit | 10 | |||||||
| Pflichtfächer | ||||||||
| Gesang-Stimmbildung 1-7 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | |
| Körperliches Basistraining 1-2 | 2 | 4 | ||||||
| Musikalische Gestaltung 1-2 | 1 | 1 | ||||||
| Tanz 1-4 | 1 | 1 | 1 | 1 | ||||
| Theater- und Literaturgeschichte 1-4 | 2 | 2 | 2 | 2 | ||||
| Kostümkunde | 0,5 | |||||||
| Schminkkurs (Block) | 0,5 | |||||||
| Hörspiel (Block) 1-2 | 1 | 1 | ||||||
| Fernseh- und Filmarbeit (Block) | 1 | |||||||
| Wahlfächer (mindestens 5 Semester WS) | ||||||||
| Körperliche Aufbauarbeit | 2 | |||||||
| Musikkunde | 4 | |||||||
| Regietheorie 1 | 4 | |||||||
| Regiepraktikum (Inszenieren) 1 | 2 | |||||||
Freie Wahlfächer |
10 | |||||||
ECTS-Summe/Semester * |
30 | 30 | 30 | 30 | 30 | 30 | 30 | 30 |
| * Summe inklusive verpflichtender Wahlfächer | ||||||||
b) Regie
| Semester | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 |
| Zentrale künstlerische Fächer | ||||||||
| Grundlagen der Rollengestaltung | 11 | |||||||
| Sprachgestaltung 1 | 10 | |||||||
| Regiepraktikum A (Inszenieren) 2-8 | 6 | 6 | 6 | 6 | 6 | 6 | 6 | |
| Regiepraktikum B (Dramatischer Unterricht.) 1-6 | 3 | 3 | 3 | 3 | 2 | 2 | ||
| Regietheorie 2-8 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | |
| Dramaturgie1-8 | 7 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | |
| Rollengestaltung für Ensemblearbeit A | 5 | |||||||
| Künstlerische Diplomarbeit | 10 | |||||||
| Pflichtfächer | ||||||||
| Gesang-Stimmbildung 1, 2 | 1 | |||||||
| Körperliches Basistraining 1,2 | 2 | 1 | ||||||
| Sprachgestaltung 2-8 | 4 | 4 | 3 | 2 | 2 | 1 | 1 | |
| Gesang-Stimmbildung 2 | 1 | |||||||
| Ästhetik 2-4 | 2 | 2 | 2 | |||||
| Gegenwartsgeschichte des Theaters 1,2 | 2 | 2 | ||||||
| Theater- und Literaturgeschichte 1-4 | 2 | 2 | 2 | 3 | ||||
| Geschichte der Kunst/Bühnengestaltung 1,2 | 2 | 1 | ||||||
| Licht | 0,5 | |||||||
| Bühne/Technik | 1 | |||||||
| Körperliche Gestaltung 1,2 | 0,5 | 1 | ||||||
| Szenische Gestaltung (Bühne) 1-4 | 2,5 | 2,5 | 1 | 1 | ||||
| Szenische Praxis (Bühne, Kostüm) 1-4 | 2,5 | 2,5 | 1 | 1 | ||||
| Hörspiel (Block) 1,2 | 2 | 2 | ||||||
| Wahlfächer (mindestens 5 Semester WS) | ||||||||
| Körperliche Aufbauarbeit | 2 | |||||||
| Musikkunde | 4 | |||||||
| Regietheorie 1 | 4 | |||||||
| Regiepraktikum (Inszenieren) 1 | 2 | |||||||
Freie Wahlfächer |
10 | |||||||
| ECTS-Summe/Semester * | 30 | 30 | 30 | 30 | 30 | 30 | 30 | 30 |
| * Summe inklusive verpflichtender Wahlfächer | ||||||||
X. Abkürzungsverzeichnis
Block Blockunterricht
ECTS European Credit Transfer System
EU Ensembleunterricht
EX Exkursion
KE Künstlerischer Einzelunterricht
KN Künstlerischer Einzelunterricht und Ensemble
LV Lehrveranstaltungstyp
PB Proseminar und Übung Praktikum
PR Praktikum
PS Proseminar
SE Seminar
SSt. Semesterstunde
UE Übungen
VO Vorlesungen
VU Vorlesung und Übung
1 Im Folgenden sind Bezeichnungen wie Absolventen, Schauspiel- und Regiestudenten etc. geschlechtsneutral zu verstehen.
2 Entspricht dem zentralen künsterlischen Fach Elementarunterricht A im Studienplan Darstellende Kunst nach KHStG.
3 Produktionen: Während des Studiums Teilnahme mindestens an zwei Gastregie-produktionen. Wenn nicht möglich, sind äquivalente Anrechnungen vorgesehen. Die hier angegebenen 47 Semesterstunden sind innerhalb des 3. bis 8. Semesters zu leisten.
4 Ästhetik: Möglich sind Lehrveranstaltungen aus Kunstgeschichte, Philosophie, Psychologie, Soziologie oder aus „praktischen“ Bereichen.
5 Bewegungstechnik: 1, 2: Bühnenfechten u.ä.; 3, 4: Akrobatik.
6 Ästhetik: Möglich sind Lehrveranstaltungen aus Kunstgeschichte, Philosophie, Psychologie, Soziologie oder aus „praktischen“ Bereichen.